Warenkreditversicherung

Geschrieben von Administrator am .

Eine Warenkreditversicherung schützt mittelständische Unternehmen bei Insolvenzen ihrer gewerblichen oder privaten Kunden. Die Zahl der Insolvenzen von Unternehmen und Kleingewerbetreibenden ist fortlaufend steigend, nicht nur in der Bundesrepublik, sondern auch im europäischen Ausland. Insolvenzen betreffen aber nicht nur das jeweilige Unternehmen sondern auch dessen Geschäftspartner; diese bleiben auf ihren Forderungen für bereits geleistete Dienste oder Waren sitzen. Es kommt zum Forderungsausfall. der die Liquidität des Geschäftspartners stark gefährden und in seiner Existenz bedrohen kann.

Die Warenkreditversicherung umfasst Forderungen aus Warenlieferungen, Werk- und Dienstleistungen mit einem Zahlungsziel bis zu 180 Tagen. Da oft fehlende Bonitätsinformationen über Geschäftspartner eine Ursache für Forderungsausfälle sind, ist eine Voraussetzung für den Versicherungsschutz eine positive Bonitätsprüfung der Kunden des versicherten Unternehmens.

Bei der Warenkreditversicherung tritt ein Versicherungsfall in dem Moment ein, wenn ein gerichtliches Insolvenzverfahren eröffnet oder mangels Masse abgewiesen wurde; bei Abschluss eines außergerichtlichen Liquidationsvergleichs oder bei fruchtloser Zwangsvollstreckung. Wird eine versicherte Forderung innerhalb von drei Monaten nicht bezahlt, tritt ebenfalls ein Versicherungsfall ein.

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