Kommanditgesellschaft

Geschrieben von A&O am .

Die Kommanditgesellschaft ist mit der OHG eng verwandt. Bei der KG gibt es zwei Arten von Gesellschaftern: die Komplementäre und die Kommanditisten. Komplementäre haften persönlich und unbeschränkt, Kommanditisten nur begrenzt mit ihrer Einlage. Ebenso wie die OHG muss der Gesellschaftszweck der KG auf den Betrieb eines Handelsgewerbes gerichtet sein. Die KG bietet sich dann an, wenn einzelne Gesellschafter nicht die volle Haftung übernehmen möchten und auch keine aktive Tätigkeit in der Gesellschaft anstreben

Vorteile

  • hohe Kreditwürdigkeit
  • entstandene Verluste können von den Gesellschaftern - von den Kommanditisten allerdings nur in begrenztem Umfang - noch im gleichen Jahr mit Gewinnen aus anderen Einkommensquellen verrechnet werden

Nachteile

  • Komplementäre haften unbegrenzt mit ihrem Privatvermögen für die Schulden der Gesellschaft, Kommanditisten haften nur mit ihrer Geschäftseinlage

Besonderheiten

  • Die Kommanditisten sind von der Geschäftsführung grundsätzlich ausgeschlossen, die Geschäftsführung obliegt den Komplementären
  • wird der Geschäftsbetrieb aufgenommen, bevor die KG ins Handelsregister eingetragen wurde, haften die Kommanditisten für die in dieser Zeit entstandenen Schulden genauso wie die Komplementäre mit ihrem gesamten Privatvermögen
  • sofern im Gesellschaftsvertrag nichts anderes vereinbart wurde, werden die Kapitalanteile der Gesellschafter mit 4 Prozent verzinst. Der Restgewinn wird unter allen Gesellschaftern in "angemessenen Verhältnis" verteilt.{jcomments on}